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Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V.

Ammoniak als Treibstoff der Energiewende

Mitarbeitende des DST waren Ende August im Chemiehafen und Tanklager der Yara Deutschland in Rostock-Peez zu Gast.

Im hohen Nord(ost)en spielt das Thema Ammoniak schon seit jeher eine wichtige Rolle. Seit den 1980er Jahren wird Ammoniak im Rostocker Chemiehafen im Stadtteil Peez in Empfang genommen und der Düngemittelproduktion im nahegelegenen Stadtteil Poppendorf zugeführt. Nach der Wende ging das Produktionswerk samt Werkshafen an die Yara Deutschland. Yara International ASA, der Mutterkonzern von Yara Deutschland, ist weltweit der größte Produzent von mineralischen Düngemitteln und hat seinen Hauptsitz in Oslo (Norwegen). Zu Yara Deutschland gehören – neben Rostock – ein weiterer Produktionsstandort in Brunsbüttel und ein Forschungsstandort in Dülmen im Münsterland. Im Laufe der Jahre entwickelte sich der Standort in Rostock stetig fort, so dass sich dort mittlerweile Deutschlands größtes Ammoniakterminal und -tanklager befindet, in dem 600.000 Tonnen Ammoniak jährlich umgeschlagen und gelagert werden.


Zahlreiche Konsortialmitglieder des CAMPFIRE-Verbunds nahmen an der Besichtigung des Yara-Werkshafens in Rostock teil. (Foto: DST / Friedhoff)

Auf Initiative des Teilprojekts CF10_1 (Logistik & Infrastruktur) folgten zahlreiche Konsortialmitglieder des CAMPFIRE-Verbunds der Einladung von Yara Rostock zur Besichtigung des Standorts. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte des Unternehmens, des Produktionsstandorts und des Werkshafens durch Dr. Donald Höpfner (Yara Rostock) folgte die Besichtigung des Tanklagers, der Anlegestelle und der Umschlag- und Lagereinrichtungen. Yara eröffnete den Besuchern ausreichend Gelegenheit zur Platzierung von Fragen und zur Diskussion von Unklarheiten. Neben dem DST waren auch weitere Partner des Forschungsverbunds, darunter die Hochschule Wismar, das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM) und Inherent Solutions Consult (ISC) GmbH, vor Ort vertreten.


Das Konsortium des Teilprojekts CF10_1 (Logistik & Infrastruktur) nutzte die Besichtigung zum Anlass für ein Projekttreffen. (Foto: DST/Friedhoff)

 

Das Umsetzungsprojekt CAMPFIRE im Wasserstoff-Leitprojekt TransHyDE testet das Potential von Ammoniak als Transportmöglichkeit für Wasserstoff und sucht Forschungsschnittstellen zur Bindung von Wasserstoff in Ammoniak für den Transport und die anschließende Wieder-Auslösung. Das DST arbeitet an unterschiedlichen Forschungsthemen im Umsetzungsprojekt CAMFIRE in TransHyDE mit. Im Teilprojekt CF10_1 (Logistik und Infrastruktur) entwickelt das DST ein Simulationsmodell zur Untersuchung der deutschlandweiten Distribution von Ammoniak und zur Bestimmung der dafür notwendigen (Multimodal-)Transport-, Umschlag- und Lagerkapazitäten. Im Teilprojekt CF10_2 (Flexible Ammoniak-Betankungsanlage) wird unter Teilprojektleitung des DST eine sog. Bunkerbarge zur Versorgung von Schiffen mit Ammoniak als Treibstoff erarbeitet. Im Teilprojekt CF08_1 (Entwicklung eines Konzeptes für den emissionsfreien Betrieb eines Binnenschiffes mit dem Kraftstoff Ammoniak) wird das Ziel der Ausrüstung eines Binnenschiffes als Versuchsträger für eine ammoniakbefeuerte Verbrennungskraftmaschine nebst Einbau der dafür notwendigen Tank‑, Sicherheits- und Peripheriesysteme verfolgt. Das Teilprojekt CF10_5 (Ammoniak-Sicherheit im Havariefall Ammoniakaustritt an Bord) erstellt das DST zusammen mit seinen Verbundpartnern Gasausbreitungsrechnungen.

 

Mehr über das Verbundvorhaben CAMPFIRE erfahren Sie hier: CAMPFIRE

 

Kontakt:

Benjamin Friedhoff, Tel.: 0203 / 99 369 29, E-Mail: friedhoff@dst-org.de (für die Teilprojekte CF08_1, CF10_2 und CF10_5)

Cyril Alias, Tel.: 0203 / 99 369 52, E-Mail: alias@dst-org.de (für das Teilprojekt CF10_1)

Die Teilprojekte des DST – CF08_1, CF10_1, CF10_2 und CF10_5 – werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Forschungsprogramm WIR! (Wandel durch Innovation in der Region) – u. a. unter dem Förderkennzeichen 03HY209 – gefördert.

Förderhinweis BMBF   

 

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    DST
    Entwicklungszentrum für
    Schiffstechnik und Transportsysteme e. V.

    Oststraße 77
    47057 Duisburg

    Tel.: 0203 - 99 36 9 - 0
    Fax: 0203 - 99 36 9 - 70

    E-Mail: dst@dst-org.de

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