divider
DST – Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V. - LOGO
Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V.

Ruderanlagen – Entwicklung einer webbasierten Entscheidungshilfe zur optimalen Ruderauslegung von Binnenschiffen auf Grundlage modernster Mess- und Berechnungsmethoden

Die strengeren Emissionsgrenzwerte für neue Schiffsmotoren und die mögliche Einführung eines Bewertungskriteriums hinsichtlich der energetischen Effizienz eines Binnenschiffsentwurfs stellen die Binnenschifffahrt vor große Herausforderungen. Eine individuelle und ganzheitliche Betrachtung des Zusammenwirkens von Schiffsrumpf, Antriebs- und Ruderanlage – wie bei Seeschiffen mittlerweile üblich – existiert in der Binnenschifffahrt bisher nicht. Es wird erwartet, dass mit einer systematischen Einbeziehung der Ruderanlagen und der zugehörigen Betriebsbedingungen Effizienzsteigerungen des Schiffsbetriebs bis zu 20 % erreicht werden können.

Auslegungsstrategien aus der Seeschifffahrt können aufgrund der komplexeren Manövrieranforderungen und der unterschiedlichen Bauweise der Ruderanlagen kaum angewendet werden. Innerhalb dieses Vorhabens soll daher ein allgemeiner Auslegungsleitfaden für Ruderanlagen von Binnenschiffen erarbeitet werden. Die hierzu fehlenden systematischen Daten werden sowohl mit Modellversuchen an aktuellen Rudertypen (die letzten systematischen Messungen sind ca. 30 Jahre alt), als auch mit numerischen Berechnungen im Modellmaßstab und in Großausführung ermittelt. Die Auswertung bereits laufender Großausführungsmessungen liefert Daten zu den realen Betriebsbedingungen. Der allgemeine Auslegungsleitfaden, der im Projekt erstellt wird, führt zu einem direkten Nutzen für die Binnenschifffahrtsunternehmen. Sie werden in die Lage versetzt, Optimierungspotenziale bei Schiffsneu- und Umbauten verlässlich zu bewerten und umzusetzen. Die Ruderhersteller und Werften können ihre Produkte weiterentwickeln und fundierte Beratungen und Dienstleistungen für ihre Kunden anbieten. Insbesondere für die Ingenieurbüros ist die Anwendung komplexer numerischer Simulationen von großem Interesse, da validierte Methoden zukünftig auch für die Untersuchung weiterer strömungsverbessernder Maßnahmen angewendet werden können.

Das Forschungsvorhaben 20545 N wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) gefördert.

BMWi_Förderung

aif-logo-slide-001

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Matthias Tenzer
Tel.: 0203  99369-20

Autonomes Binnenschiff

Die Binnenschifffahrt steht vor neuen Herausforderungen: Nachwuchsprobleme bei den Schiffsführern und Besatzung, ein schärfer werdender Konkurrenzkampf mit anderen Verkehrsträgern und die Notwendigkeit die  Emissionsfußabdruck zu verkleinern. Diese Faktoren führen unter anderem dazu, dass der Verkehrsträger Binnenschiff die Effizienz erhöhen und den Personalbedarf perspektivisch senken muss, um weiter Konkurrenzfähig zu bleiben.

Das Forschungsvorhaben AutoBin hat zum Ziel, ein autonom fahrendes Binnenschiff zu entwickeln und auf einer Teststrecke nahe Dortmund zu erproben. Hierzu wird eine Steuerung entwickelt, die in der Lage ist, ein Schiff ohne menschliches Eingreifen von einem Startpunkt (einschließlich Ablegen) zu einem Zielpunkt (einschließlich Anlegen) zu steuern. Die Steuerung soll dabei in der Lage sein, jegliche Kollision mit anderen Verkehrsteilnehmern, dem Ufer und Bauwerken zu vermeiden und dabei alle gegebenen Verkehrsregeln einzuhalten.

Dieses Ziel soll erreicht werden, in dem die gleichen Ansätze, die im Straßenverkehr erfolgreich bei der Entwicklung von Assistenzsystemen angewendet wurden, auch hier genutzt werden. Die Steuerung (Schiffsführung) erfolgt dabei auf Basis neuronaler Netze, die zunächst durch maschinelles Lernen am Simulator weitestgehend selbstständig das Führen eines Schiffes erlernen soll.

Um das selbstständige Lernen zu ermöglichen und zu beschleunigen, muss zunächst ein geeigneter Fahrsimulator aufgesetzt werden. Dieser Simulator muss nicht nur die Physik der Fahrdynamik so realitätsnah wie möglich nachbilden, sondern auch die visuelle Darstellung der Teststrecke und die zur Teststrecke und variierenden Umgebungsbedingungen korrespondierenden Sensordaten.

Letzteres ist insbesondere für die Objekt-Erkennung, -Klassifikation und -Verfolgung relevant, um nicht nur die Wasserstraße erfassen zu können, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer (Sportboote, etc.) und sonstige Nutzer der Wasserstraßen (Schwimmer, etc.) erkennen, verfolgen und klassifizieren zu können.

Um die Darstellung der Teststrecke so genau wie möglich abbilden zu können, wird direkt zu Projektbeginn ein Schiff mit entsprechender Sensorik ausgestattet. Dies dient zuerst der Validierung der simulierten Sensordaten beim maschinellen Lernen sowie der Simulation von Sondersituationen. Dieselben Sensoren werden später für den Betrieb der Steuerung an Bord verwendet.

Sobald in der Simulation im Fahrsimulator eine zufriedenstellende Zuverlässigkeit erreicht wird, erfolgt die Erprobung mit dem realen, bereits ausgerüsteten Schiff. Hierbei wird zunächst jedes Einzelsystem separat erprobt und im Anschluss sukzessive der Grad des autonomen Fahrens erhöht. Eine Übernahme durch einen menschlichen Schiffsführer ist jederzeit möglich ist, um eine separate Sicherheitsschicht zu gewährleisten. Hierzu wird eine geeignete Mensch-Maschine-Schnittstelle entwickelt, die dem Schiffsführer das beabsichtigte Schiffsverhalten sowie das erkannte Verhalten anderer Objekte gleichzeitig anzeigt.

Projektlaufzeit: 1.10.2019 – 30.09.2022

Ansprechpartner: Dr.-Ing. Jan Oberhagemann

Dieses Vorhaben wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen.

             

NOVIMAR

Eine hohe Wettbewerbsintensität mit zunehmendem Kostendruck zählt zu den bedeutenden Herausforderungen in der Binnenschifffahrt. Dies gilt nicht zuletzt für Unternehmen mit kleineren Schiffseinheiten, die durch eine – im Vergleich zu großen Schiffseinheiten – relativ hohe Personalintensität gekennzeichnet sind und damit eine ungünstigere Kostenstruktur aufweisen. Gerade kleine Schiffe sind aber notwendig, da nur sie kleine Wasserstraßen bedienen und dadurch zahlreiche Verlader bzw. Versender direkt und ohne kostenintensiven Umschlag erreichen können. Für die Sicherung des Marktanteils der Binnenschifffahrt im intermodalen Wettbewerb gegenüber Bahn und Straße sind diese Schiffe unabdingbar.

Ein Ansatz zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen besteht darin, die Personalkosten zu reduzieren. Der Ansatz des Vorhabens NOVIMAR sieht vor, Schiffe zu Konvoys zusammenzustellen, die einander bahngeführt mit geregeltem Abstand folgen. Dabei werden die Schiffe auf der Hauptstrecke „elektronisch gekoppelt“. Zu Beginn und zum Ende der Fahrt operieren sie selbstständig und außerhalb des Konvoys. Dieser Ansatz soll eine Reduzierung der Besatzungszahlen oder eine Erhöhung der zulässigen Betriebszeiten und damit eine Kostenreduzierung ermöglichen.

Dieses Vorhaben wird von einem internationalen Konsortium unter Leitung von Netherlands Maritime Technology im Rahmen des EU-Forschungsprogramms Horizon 2020 durchgeführt.

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Benjamin Friedhoff

Tel.: 0203 99369-29

Logo Horizon new

 

DüPro – Systematische Untersuchung von Düsenpropellern für die Binnenschifffahrt

Das abgeschlossene Projekt „Bestimmung des effektiven Propellerzustroms für die Binnenschifffahrt“ zeigt deutlich, dass sich die Betriebsbedingungen der Antriebsorgane an verschiedenen Hinterschiffen und Wassertiefen extrem unterscheiden. In der modernen Binnenschifffahrt kommen überwiegend gemantelte Propeller als Propulsionsorgan zum Einsatz. Die Auslegung der Antriebe erscheint häufig fertigungstechnisch oder aus Marketing-Sicht motiviert zu sein, anstatt das Ergebnis einer gesamtwirtschaftlichen Optimierung darzustellen. Kriterien wie Effizienz, Eignung für geringe Tiefgänge, Stoppvermögen, Investitionskosten, mechanische Robustheit und Einfluss auf die Sohlenerosion erfordern teilweise widersprüchliche Maßnahmen.

Im Fokus der Arbeiten des dreijährigen Projektes stehen daher systematische Untersuchungen der komplexen Zusammenhänge zwischen Schiff, Propulsor und Wasserstraße. Hierfür werden zahlreiche Propulsions- und Freifahrtversuche mit verschiedenen Anordnungen durchgeführt. Anknüpfend an das Propellerzustrom-Projekt werden zwei der dort getesteten Rumpfformen in einem größeren Maßstab gebaut, so dass zusätzlich Informationen zu Maßstabseffekten gewonnen werden. Zudem wird je ein Hinterschiff mit Ruderpropellern und dem modernen Flextunnel-Konzept entworfen, im Modellmaßstab gebaut und getestet. Ergänzt werden die Untersuchungen durch CFD-Simulationen und PIV-Messungen.

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Benjamin Friedhoff
Tel.: 0203 99369-29

BMVI Logo

 

 

 

 

 

 

Space@Sea

Als anerkanntes Forschungsinstitut kann das DST auf zahlreiche erfolgreiche Projekte der Logistik zurückblicken. In Zusammenarbeit mit 16 Partnern der EU beteiligt es sich derzeit an der Konzeptentwicklung für Space@Sea.

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Ausarbeitung eines nachhaltigen, schwimmenden Arbeits- und Lebensraum mit kleinem ökologischem Fußabdruck. Um die See als Lebensraum effizient zu erschließen, wird an einem Zusammenschluss einzelner und flexibel einsetzbarer, schwimmender Module gearbeitet. Es werden vier Kernfunktionen untersucht, die die Aspekte Living@Sea, Farming@Sea, Energyhub@Sea und Transport&Logistics@Sea umfassen.

Den Aspekt des Transport & Logistik Konzeptes untersucht das DST im Rahmen einer strategischen Simulation der Hinterland-Anbindungen. Die Bewertung verschiedener Szenarien erfolgt unter der Berücksichtigung eines kombinierten Feeder- und Binnenschiffsverkehrs, der Küsten- als auch der seegehenden Binnenschifffahrt.

Neben dem logistischen Aspekt fließt die Erfahrung des DST im Bereich der Wellenenergienutzung in die Konzeptionierung des Energyhub@Sea ein. Untersucht wird die Nutzbarkeit der Energie aus der Relativbewegung zwischen den Modulen.

Ein weiteres Teilarbeitspaket umfasst die Planung des Betriebs und des Versorgungkonzepts der Plattform. In diesem Fall sind die Bedürfnisse aller vier Kernfunktionen zu berücksichtigen.

Abschließend werden in den Versuchsanlagen des DST Teilsysteme der Space@Sea-Anwendungen im Modellmaßstab getestet.

 

Für weitere Informationen und aktuelle Veröffentlichung besuchen Sie bitte: https://www.spaceatsea-project.eu/about-space-at-sea

Laufzeit: 3 Jahre bis November 2020

Ansprechpartner des DST:

Dipl.-Ing. Jens Ley
Gerrit Assbrock M.Sc.

 

Space@Sea wird mit Mitteln aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union gefördert. Die Nummer der Zuwendungsvereinbarung lautet 774253.

 

DeConTrans

Die Binnenschifffahrt verfügt bereits heute über eine hohe Leistungsfähigkeit insbesondere im Hinterlandverkehr der Seehäfen. Im Containerverkehr werden vor allem die Ballungsräume entlang des Rheins mit konventionellen, großen, regelmäßig verkehrenden Schiffen bedient. Dabei werden in der Regel große Volumina pro Terminal umgeschlagen.

Der hier angestrebte dezentrale Ansatz soll dazu beitragen, auch die bislang unerschlossenen Potenziale und Kapazitätsreserven sowohl auf dem Rhein und seinen Nebenflüssen als auch im Kanalnetz und den angrenzenden Wasserstraßen für das Binnenschiff zu erschließen. Der hier verfolgte Ansatz basiert auf der Nutzung bestehender (Wasserstraßen-) Infrastrukturen und verursacht – abgesehen von den Umschlagstellen selbst – keine neuen Infrastrukturinvestitionen.

Im Wesentlichen besteht das Konzept aus drei Systemkomponenten:

  • kleine, standardisierte Schiffe mit elektrischem Antrieb
  • automatisierte Umschlagsysteme
  • und ein integriertes Transportsystem.

Die geplanten Arbeitspakete befassen sich mit folgenden Teilaspekten:

Nach Erfassung und Definition der logistischen und technischen Rahmenbedingungen erfolgt die Entwicklung eines maßgeschneiderten Schiffstyps mit geringstem Energiebedarf. Für die hydrodynamische Optimierung werden numerische Simulationen eingesetzt. Modellversuche dienen anschließend dazu, die Propulsions- und Manövriereigenschaften für das optimierte Schiff zu erfassen. Zur Reduktion des benötigten Personals werden erste Ansätze für automatisierte Festmachersystem entwickelt.

Es wird zudem ein Umschlagsystem entworfen und konzipiert, das ein hohes Maß an Standardisierung und Automatisierung bei möglichst einfacher konstruktiver Gestaltung aufweist. Die besonderen Anforderungen bei der Gestaltung von Umschlagsystemen für dezentrale Umschlagplätze werden dabei berücksichtigt.

Anschließend erfolgt unter Berücksichtigung von geltenden Vorschriften und Richtlinien die Einbindung aller entwickelten Systeme in ein integriertes Transportsystem.

Durch den Verbundpartner (RIF) wird ein virtuelles Testbed geschaffen, das die relevanten Systemkomponenten prototypisch modelliert und die Simulation verschiedener Szenarien ermöglicht. Auf Basis dessen erfolgt mit Hilfe von vordefinierten Kriterien eine Bewertung verschiedener Gestaltungsoptionen, die bei der Wahl des integrierten Transportsystems im Allgemeinen zugrunde liegen.

Verbundpartner:

  • DST Entwicklungszentrum für  Schiffstechnik und Transportsysteme e. V. 
  • RIF Institut für Forschung und Transfer e. V. 

Assoziierte Partner:

  • Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS)
  • Konecranes Terex MHPS GmbH

Projektlaufzeit: 1.10.2018 – 30.09.2021

Ansprechpartner: Cyril Alias, M.Sc.

Tel.: 0203 99369-52

Dieses Vorhaben wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen.

             

Offshore-Kompetenz.NRW

Ausbau der Offshore-Kompetenz in NRW

Aus 33 Bewerbungen in der zweiten Runde des Wettbewerbs „Forschungsinfrastrukturen NRW“ wurde neben 10 weiteren Beiträgen auch das Konzept Offshore-Kompetenz.NRW des DST ausgewählt. Das DST erhält somit im Durchführungszeitraum zwischen April 2018 und April 2020 aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) eine Förderung zur Erweiterung der vorhandenen Versuchsanlagen im Kontext „Green Offshore“.

Die Erweiterung der Forschungsinfrastruktur des DST für Fragestellungen der Interaktion zwischen Schiffstechnik und der Offshore-Energiegewinnung erlaubt eine konsequente Verbindung der schiffs- und meerestechnischen Forschung mit der Energieforschung. Hierfür sind die bereits vorhandenen Versuchs- und Messeinrichtungen mit dem Schwerpunkt der Flachwasserhydrodynamik bestens geeignet, und es bestehen bereits heute relevante Kompetenzen in diesem Bereich, die in nationalen und internationalen Forschungsprojekten erarbeitet wurden. Es entsteht eine europaweit einzigartige Forschungseinrichtung, die eine nachhaltige Stärkung des Forschungs- und Produktionsstandorts NRW im Bereich der On- und Offshore-Windenergie darstellt.

Folgende Einzelmaßnahmen sind geplant:

  1. Neuer Wellengenerator im Tieftank
  2. Seilroboter zur Modellierung von Windlasten
  3. Ein getauchtes Stereo PIV-System
  4. Versuchsstand für Schiff-Anlagen Interaktion
  5. Umbau der PMM-Anlage
  6. Bahnverfolgungsanlage

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Benjamin Friedhoff

Tel.: 0203 99369-29

                                 

GRENDEL

 

Green and efficient Danube Fleet

Die lange Nutzungsdauer von Binnenschiffen, hohe Investitionskosten und eine geringe Reinvestitionskapazität der Donauflottenbetreiber stellen zusammen mit Wissensdefiziten über grüne Technologien und dem Fehlen öffentlicher Aktionen und Anreize erhebliche Hindernisse für die Anpassung der Donau-Binnenschiffsflotte an die anstehenden europäischen Binnenschifffahrt- und umweltpolitischen Ziele dar.
Das Projekt GRENDEL unterstützt die Betreiber der Donauschifffahrtsflotte und ihre öffentlichen Partner bei der Modernisierung des Sektors. GRENDEL befasst sich mit verschiedenen Aspekten der Flottenmodernisierung:

  • Verwendung von kohlenstoffarmen und alternativen Kraftstoffen
  • Reduzierung der Luftschadstoffemissionen (CO2, NOx, PM)
  • Gesamtenergieverbrauch.


Darüber hinaus werden Transport- und Logistikmanagementprozesse angesprochen, um eine bessere Integration des Donaubinnenschiffsverkehrs in die Logistikketten durch neue Dienstleistungen (einschließlich River Information Services), digitale Datenbereitstellung sowie spezielle Tools zur Verbesserung der Effizienz des Flottenbetriebs zu gewährleisten.
Das Hauptziel des Projekts ist die Verbesserung der ökologischen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Donauflotte. Dies wird durch drei spezifische Ziele erreicht:

  1. Know-how-Transfer für Donau-Flottenbetreiber mit Hilfe einer intensiven transnationalen Zusammenarbeit zwischen privaten und öffentlichen Akteuren und gezielten Know-how-Transferaktivitäten, um die bestehende Wissenslücke zu schließen, fehlende Aktivitäten und fehlende Instrumente zur Umsetzung innovativer Lösungen.
  2. Ausarbeitung innovativer technischer Schiffskonzepte und verbesserter Transport- und Logistikmanagementprozesse von Flottenbetreibern und Austausch dieser als bewährte Verfahren für eine umfassende Umsetzung zur Stärkung der Wettbewerbsposition der Binnenschifffahrt und zur Ausschöpfung ihres Marktpotenzials.
  3. Unterstützung der Entwicklung eines günstigen Rechtsrahmens und gut durchdachter öffentlicher Unterstützungsmaßnahmen durch Einführung eines Modells für staatliche Beihilfen und innovativer Finanzinstrumente zur Gestaltung nationaler öffentlicher Unterstützungsmaßnahmen, die den Bedürfnissen des Sektors eindeutig entsprechen.

GRENDEL strebt mit seinen Aktivitäten eine höhere Akzeptanz und Nutzung der Binnenschifffahrt als umweltfreundlicher Verkehrsträger an, der zum Wirtschaftswachstum und zu einem nachhaltigeren Verkehrssystem im Donauraum beiträgt.

Konsortium: 13 Partner aus den Donauanrainerstaaten und 10 assoziierte Partner

Lead Partner: Pro Danube International, Wien, Österreich

Projektlaufzeit: 01.06.2018 bis 30.11.2020

Projekt Webseite: http://www.interreg-danube.eu/approved-projects/grendel

Das Projekt ist gefördert im Rahmen des Transnational Programms (DTP), Better connected and energy responsible Danube region.

GRENDEL Fact Sheets

GRENDEL_Factsheets_00_About GRENDEL  
GRENDEL_Factsheets_00_Intro  
Fact Sheet – 01_Gas and Gas-Electric  
Fact Sheet – 02_Diesel-Electric  
Fact Sheet – 03_Aftertreatment  
Fact Sheet – 04_Fuel Cells  
Fact Sheet – 05_Battery-Electric  
Fact Sheet – 06_Drop-In (bio) Fuels  
Fact Sheet – 07_EuroVI and NRE  
Fact Sheet – 08_Energy Efficient Navigation  

SmartSt@rt

Smart St@rt – Integrierte fachlich-sprachliche Qualifizierung von Flüchtlingen für den Berufsstart in Binnenschifffahrt und Logistik mithilfe eines transferfähigen Kurskonzeptes

 

Beschreibung des Vorhabens

Voraussetzung einer erfolgreichen Eingliederung von Flüchtlingen in die Gesellschaft ist neben dem Spracherwerb, der Akzeptanz und Anpassung an kulturelle und gesellschaftliche Werte v.a. die Integration in den Arbeitsmarkt, wobei der Spracherwerb in Kombination mit der Vermittlung einer beruflichen Basisqualifikation den zentralen Einflussfaktor für eine dauerhafte Integration in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt darstellt. Das Vorhaben Smart St@rt versucht, für diese Herausforderung nachhaltige Lösungsansätze zu entwickeln.

Dabei verfolgt Smart St@rt den Ansatz, ein integriertes Kurskonzept durch eine Kombination sprachlicher und berufsorientierender Inhalte zu entwickeln. Das Vorhaben richtet sich an einen jüngeren Personenkreis von Flüchtlingen, die einen anerkannten Flüchtlingsstatus und damit eine Bleibeperspektive, ein gewerblich-technisches Interesse sowie Grundkenntnisse in der deutschen Sprache besitzen.

Diese Aufgabe wird als Pilotprojekt exemplarisch am Beispiel der Binnenschifffahrt und Logistik umgesetzt und evaluiert.

Vorgehensweise

Im Rahmen des Vorhabens wird zunächst ein Konzept zur Eignungsanalyse bei den potenziellen Teilnehmer/innen erarbeitet. Parallel hierzu wird ein modulares und transferfähiges Curriculum für die Qualifizierungsmaßnahme „Grundkenntnisse Binnenschifffahrt & Logistik in Kombination mit berufsbezogener Deutschförderung“ erstellt. Das Curriculum wird in einer 6-monatigen Pilotphase erprobt und auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse aus der Evaluation überarbeitet. Es ist vorgesehen, dass die Teilnehmer/innen ihre vorhandenen und gesammelten Erfahrungen in die Erstellung und Weiterentwicklung digital verfügbarer Lerneinheiten einbringen. Auf dieser Basis wird dann ein zweiter, ebenfalls 6-monatiger Lehrgang durchgeführt. Für beide Kurse erfolgt eine Nachbetreuung der Teilnehmer/innen.

Alle Arbeitsschritte werden von einer Evaluation begleitet, so dass die Lehrgänge permanent an die Bedürfnisse der Zielgruppe und den Bedarf des Arbeitsmarktes angepasst werden. Damit soll sichergestellt werden, dass das Lehrgangskonzept in Regelangebote übertragen werden kann. Ferner werden Transferpotentiale identifiziert und Ansätze für eine Übertragung auf andere Branchen erarbeitet.

Spätere Ergebnisverwertung

Konzept und Curriculum der Pilotimplementierung werden exemplarisch auf die Berufsfelder Binnenschifffahrt und Logistik ausgerichtet. Gleichzeitig wird das Konzept aber „branchenoffen“ gestaltet, so dass eine Anpassung und Übertragbarkeit auf andere Wirtschaftszweige und Berufsbilder möglich ist. Hierzu trägt insbesondere der modulare Ansatz bei, der sowohl berufsfeldübergreifende, als auch berufsspezifische Module beinhaltet. Die universellen, berufsfeldübergreifenden Module wie z.B. „Gesellschaftspolitische Fragen“ oder „Einführung in das Berufsbildungssystem in Deutschland“ sollen ohne oder mit geringen Änderungen auch für zukünftige Qualifizierungsmaßnahmen in anderen Berufen eingesetzt werden können. Die berufsspezifischen Module hingegen sind für jeden Beruf durch entsprechende Fach- und Sprachmodule zu ersetzen.

In der skizzierten Form ist der Ansatz zunächst für die Qualifizierung von Flüchtlingen konzipiert. Er eignet sich darüber hinaus jedoch auch für eine Anwendung bei Zuwanderern, die auf regulärem Wege etwa im Rahmen der Arbeitsmigration aus anderen EU-Staaten nach Deutschland kommen und dauerhaft in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft zu integrieren sind. Auch für diese Gruppe bestehen in der Regel sprachliche Hürden und oft auch ein fachlicher Qualifizierungsbedarf. Im Rahmen entsprechender Weiterentwicklungen kann dieser Ansatz damit eine erhebliche Breitenwirkung entfalten und einen signifikanten gesellschaftlichen Mehrwert schaffen.

Bei der Umsetzung ist eine intensive Kooperation aller beteiligten Instanzen erforderlich. Neben den Projektakteuren und der Bundesagentur für Arbeit bzw. den Jobcentern sind hier auch die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern zu nennen, z.B. im Rahmen der Weiterentwicklung und Übertragung der Konzepte bzw. bei der Zertifizierung der Teilnehmenden nach erfolgreichem Abschluss.

Die Projektlaufzeit ist von 1.3.2018 bis 31.8.2020.

Projektleiter:

Cyril Alias M.Sc.
Tel.: 0203 99369-52

SmartSt@rt: Weitere Informationen und Kontakt

Information für Interessenten an einer Kursteilnahme 

Interessenten aus dem Betreuungsbereich von Jobcenter / Arbeitsagenur Duisburg

Als Teilnehmer kommen vor allem beim Jobcenter oder der Arbeitsagentur Duisburg registrierte Personen in Betracht. Eine Vorauswahl erfolgt über dort bekannte persönliche Merkmale wie Sprachniveau, Schul- / Berufsausbildung und Alter. Hierzu ist es nicht notwendig, dass sich diese Personen aktiv melden. Geeignete Personen werden frühzeitig von ihrem Jobcenter oder ihrer Arbeitsagentur kontaktiert.

Sollten Sie unabhängig davon selbst Ihr Interesse bekunden wollen, wenden Sie sich bitte an den für Sie zuständigen Hauptbetreuer in Ihrem Jobcenter oder Ihrer Arbeitsagentur.

Interessenten von außerhalb

Für diese  Interessenten muss eine Abstimmung mit dem für sie zuständigen Jobcenter / Arbeitsagentur erfolgen. Bitte nehmen Sie in diesem Fall Kontakt auf mit Herrn Christoph Janßen (Jobcenter Duisburg).

Christoph.Janssen@jobcenter-ge.de

_______________________________________________________________________________________________

 

Allgemeine Fragen zum Projekt

DST Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V.,
Dieter Gründer
gruender@dst-org.de

 

Universität Duisburg – Essen, Institut für Berufs- und Weiterbildung – Wirtschaftspädagogik / Berufliche Aus- und Weiterbildung
Andy Schäfer
andy.schaefer@uni-due.de

_______________________________________________________________________________________________

Projektbezogene Informationen und Fragen speziell zur Binnenschifffahrt

(z.B. für mögliche Anbieter von „Schnuppertagen“, Kurzpraktika und dgl.)

Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB)
Fabian Spieß
bdb-spiess@binnenschiff.de

Wegweisende Konzepte
für Schifffahrt und Logistik

  • Aif Logo Slide 001
  • Jrf Logo Slide 001
  • Logo UDE
  • ZLV Logo Weboptimiert1

Adresse

DST
Entwicklungszentrum für
Schiffstechnik und Transportsysteme e.V.

Oststraße 77
47057 Duisburg

Tel.: 0203 - 99 36 9 - 0
Fax: 0203 - 99 36 9 - 70

E-Mail: dst@dst-org.de

Anfahrt