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Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V.

Semikat-See

Untersuchung der See-, Manövrier- und Leistungsfähigkeit des Semi-Katamarans für den Containertransport im durchgehenden Fluss-See-Verkehr

Die Fluss-See-Schifffahrt mit seegehenden Binnenschiffen konventioneller Form hat sich unter anderem für Containerverkehre Duisburg – Großbritannien bewährt und hier eine gute Wettbewerbsposition errungen, denn sowohl konkurrierender landgebundener Verkehr aufgrund der notwendigen Überquerung des Ärmelkanals als auch gebrochener Land-See-Verkehr aufgrund der Brechung im Seehafen sind mit erheblichen Zusatzkosten/-zeiten gegenüber dem direkten Fluss-See-Verkehr verbunden.

Die Leistungsfähigkeit des durchgehenden Fluss-See-Verkehrs, insbesondere Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem Land-See-Verkehr, kann durch Geschwindigkeitserhöhung weiter gesteigert werden. Eine Möglichkeit ist der Einsatz des neu entwickelten Semi-Katamarans, der in Fluss und Kanal bei einer kleinen Wassertiefe deutlich schneller als der konventionelle Einrumpfschiffstyp fahren kann, ohne merkliche Einbuße der Tragfähigkeit. Die Verwirklichung des Einsatzes dieses neuen Schiffstyps für die Fluss-See-Schifffahrt bedurfte sowohl einer detaillierten Untersuchung der Seefähigkeit als auch einer verlässlichen verkehrlich-logistischen Analyse. Im Einzelnen handelte es sich um folgende Aufgaben:

  • verkehrlich-logistische Analyse zur Auswahl der wirtschaftlichen Schiffsgröße und -geschwindigkeit
  • weitere Optimierung der Hinterschiffsformgebung vom Semi-Katamaran
  • experimentelle und numerische Untersuchung des Bewegungsverhaltens des Semi-Katamarans und des Beispieleinrumpfschiffs im Tiefwasser- und Flachwasserseegang
  • Bewertung der Seefähigkeit zweier Vergleichsschiffe
  • Gegenüberstellung der Leistungsfähigkeit des Semi-Katamarans mit einem konventionellen Vergleichsschiff
  • wirtschaftliche Betrachtung des Fluss-See-Schiffsverkehrs mit dem LKW-Schiffsverkehr

Parallel zu den hydrodynamischen und technischen Arbeiten wurde eine Marktanalyse durchgeführt, um die Randbedingungen für einen Einsatz des Semikat im Fluss-See-Verkehr zu ermitteln und die Wettbewerbsfähigkeit eines derartigen Konzepts zu analysieren. Hierzu wurden zunächst die in Frage kommenden Relationen festgelegt. Daneben wurden die relevanten Transportketten definiert. Neben konventionellen Fluss-See-Schiffen wurden auch gebrochene Land-See-Transportketten (zum Beispiel LKW/Fähre, LKW/Eurotunnel oder LKW/Seeschiff) berücksichtigt. Für den Semikat wurden unterschiedliche Größenvarianten analysiert. Für die genannten Transportketten wurden Transportkettenvergleiche unter Einbeziehung der Parameter Transportkosten und Transportzeiten durchgeführt.

Das Forschungsvorhaben 14033 N wurde aus Mitteln des Bun­desministeriums für Wirtschaft und Technologie über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) gefördert.

BMWi_Förderung

Tunnelströmung AiF

 

 

 

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Benjamin Friedhoff
Tel.: 0203 99369-29

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