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Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V.

Projektlogo NOVIMOVENOVIMOVE – Novel inland waterway transport concepts for moving freight effectively

Die verstärkte Verlagerung des Güterverkehrs auf die Wasserstraße ist ein wichtiger Schlüsselfaktor für die Entlastung von Straßen, Seehäfen und Terminals bei gleichzeitig sichergestellter Versorgung von Industrie und Bevölkerung. Die Binnenschifffahrt bietet zudem enormes Potenzial für die Reduzierung der CO2-Emissionen im Verkehrssektor. Dass die Binnenschifffahrt jedoch immer noch beträchtliches Wachstumspotenzial besitzt, liegt auch an den Schwachstellen in der Transportkette, die einer kontinuierlichen Integration der Transportabschnitte zu Wasser und an Land entgegenstehen.

Diese Potenziale bestehen zum einen in der Erhöhung des Füllgrads von Seefrachtcontainern und Schiffen, zum anderen in der Steigerung der Effizienz des Wasserstraßentransports. In den Seehäfen wird die inter- und intrakontinentale Ladung, die für die Binnenschifffahrt bestimmt ist, häufig noch nicht geeignet gebündelt, wodurch Binnenschiffe viel Wartezeit verbringen und zahlreiche Terminals anlaufen müssen, um jeweils einige wenige Container abzuholen. Schwankende Wasserstände beeinträchtigen zudem die Zuladung aufgrund der zu berücksichtigenden Brückendurchfahrtshöhen und bei zunehmend häufig auftretenden Niedrigwasserperioden aufgrund des Tiefgangs. Während die Schifffahrt in extremen Hochwasserperioden eingestellt werden muss, erhöhen sich die Transportkosten bei Niedrigwasser erheblich. Weitere Probleme sind die sich ständig ändernden Flussbettverhältnisse, die eine optimale Flussschifffahrt behindern und Zeitverluste verursachen, sowie die Wartezeiten an Brücken und Schleusen, die zu zusätzlichen Ineffizienzen führen.

Im EU-geförderten Projekt NOVIMOVE haben sich insgesamt 21 Partner aus sechs Nationen, darunter die beiden größten Seehäfen Europas, Rotterdam und Antwerpen, der größte Binnenhafen Europas, Duisburg, und jener der Schweiz, Basel, sowie die Universitäten aus Delft und Antwerpen zusammengeschlossen, um Lösungen für die genannten Defizite auf dem Rhein-Alpen-Korridor des Transeuropäischen Verkehrsnetzes zu erarbeiten und ihr Transferpotenzial für andere Wasserstraßen aufzuzeigen.

Die Strategie von NOVIMOVE besteht darin, das Logistiksystem zu „verdichten“ und dazu die Auslastung der verschiedenen Ressourcen gezielt zu erhöhen. So sollen die Füllgrade der Container und die Auslastung der Schiffe erhöht, die Wartezeiten in den Seehäfen von Rotterdam und Antwerpen durch kluge Reorganisationen der Prozesse und innovative Dienstleistungen reduziert, eine reibungslose Passage von Brücken und Schleusen durch neue Dienstleistungen ermöglicht sowie die Planung und Durchführung der einzelnen Fahrten hinsichtlich der Zuverlässigkeit und Vorhersagepräzision verbessert werden.

Das Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme (DST) ist hauptsächlich in die Reorganisation der Logistikprozesse, insbesondere in den See- und Binnenhäfen, zur effizienteren Abwicklung der Umschlagvorgänge der Binnenschiffe und die Entwicklung von schiffstechnischen Innovationen zur besseren Überwindung von Niedrigwasserperioden bei größtmöglicher Aufrechterhaltung der Transportkapazitäten auf dem Rhein-Alpen-Korridor eingebunden.

Im Bereich der Logistikprozesse in den Seehäfen sowie in den Binnenhäfen entlang des Rheins stehen neue Kommunikations- und Organisationskonzepte, die intelligente und destinationsreine Neuzusammenstellung der Warensendungen zur Erhöhung der Füllgrade der Container, die Etablierung von Konvois von Binnenschiffen und der Einsatz mobiler Umschlagterminals im Fokus der Untersuchungen.

Zudem koordiniert das DST die Entwicklung von neuen Schiffskonzepten zur Steigerung der Resilienz der Binnenschifffahrt gegenüber Niedrigwasserperioden. Dazu werden Möglichkeiten zur Erhöhung der Tragfähigkeit bei konstantem Tiefgang und zur Reduktion des Tiefgangs bei gleicher Tragfähigkeit untersucht. Aufgrund der Langlebigkeit der Schiffe werden nicht nur Neubauten, sondern auch Nachrüstlösungen betrachtet. Außerdem wird ein modulares mobiles Terminal entwickelt, um die Integration von Binnenschiffen in Seehäfen zu verbessern.

Laufzeit: Juni 2020 – Mai 2024

Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Benjamin Friedhoff, Tel.: 0203 99369-29, (Schiffstechnik)

Cyril Alias M. Sc., Tel.: 0203 99369-52, (Logistik)

Weitere Informationen zu dem Forschungsvorhaben und aktuellen Meldungen aus dem Projekt finden Sie auf der offiziellen Projektwebseite www.novimove.eu.

 

Fördermittelgeber NOVIMOVE

Das Projekt NOVIMOVE wird von der Europäischen Kommission im Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 unter der Zuwendungsvereinbarung 858508 gefördert.

Wegweisende Konzepte
für Schifffahrt und Logistik

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Adresse

DST
Entwicklungszentrum für
Schiffstechnik und Transportsysteme e. V.

Oststraße 77
47057 Duisburg

Tel.: 0203 - 99 36 9 - 0
Fax: 0203 - 99 36 9 - 70

E-Mail: dst@dst-org.de

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