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Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V.
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Smart St@rt: Beschreibung des Vorhabens

Voraussetzung einer erfolgreichen Eingliederung von Flüchtlingen in die Gesellschaft ist neben dem Spracherwerb, der Akzeptanz und Anpassung an kulturelle und gesellschaftliche Werte v.a. die Integration in den Arbeitsmarkt, wobei der Spracherwerb in Kombination mit der Vermittlung einer beruflichen Basisqualifikation den zentralen Einflussfaktor für eine dauerhafte Integration in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt darstellt. Das Vorhaben Smart St@rt versucht, für diese Herausforderung nachhaltige Lösungsansätze zu entwickeln.

Dabei verfolgt Smart St@rt den Ansatz, ein integriertes Kurskonzept durch eine Kombination sprachlicher und berufsorientierender Inhalte zu entwickeln. Das Vorhaben richtet sich an einen jüngeren Personenkreis von Flüchtlingen, die einen anerkannten Flüchtlingsstatus und damit eine Bleibeperspektive, ein gewerblich-technisches Interesse sowie Grundkenntnisse in der deutschen Sprache besitzen.

Diese Aufgabe wird als Pilotprojekt exemplarisch am Beispiel der Binnenschifffahrt und Logistik umgesetzt und evaluiert.

 

Vorgehensweise

Im Rahmen des Vorhabens wird zunächst ein Konzept zur Eignungsanalyse bei den potenziellen Teilnehmer/innen erarbeitet. Parallel hierzu wird ein modulares und transferfähiges Curriculum für die Qualifizierungsmaßnahme „Grundkenntnisse Binnenschifffahrt & Logistik in Kombination mit berufsbezogener Deutschförderung“ erstellt. Das Curriculum wird in einer 6-monatigen Pilotphase erprobt und auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse aus der Evaluation überarbeitet. Es ist vorgesehen, dass die Teilnehmer/innen ihre vorhandenen und gesammelten Erfahrungen in die Erstellung und Weiterentwicklung digital verfügbarer Lerneinheiten einbringen. Auf dieser Basis wird dann ein zweiter, ebenfalls 6-monatiger Lehrgang durchgeführt. Für beide Kurse erfolgt eine Nachbetreuung der Teilnehmer/innen.

Alle Arbeitsschritte werden von einer Evaluation begleitet, so dass die Lehrgänge permanent an die Bedürfnisse der Zielgruppe und den Bedarf des Arbeitsmarktes angepasst werden. Damit soll sichergestellt werden, dass das Lehrgangskonzept in Regelangebote übertragen werden kann. Ferner werden Transferpotentiale identifiziert und Ansätze für eine Übertragung auf andere Branchen erarbeitet.

 

Spätere Ergebnisverwertung

Konzept und Curriculum der Pilotimplementierung werden exemplarisch auf die Berufsfelder Binnenschifffahrt und Logistik ausgerichtet. Gleichzeitig wird das Konzept aber „branchenoffen“ gestaltet, so dass eine Anpassung und Übertragbarkeit auf andere Wirtschaftszweige und Berufsbilder möglich ist. Hierzu trägt insbesondere der modulare Ansatz bei, der sowohl berufsfeldübergreifende, als auch berufsspezifische Module beinhaltet. Die universellen, berufsfeldübergreifenden Module wie z.B. „Gesellschaftspolitische Fragen“ oder „Einführung in das Berufsbildungssystem in Deutschland“ sollen ohne oder mit geringen Änderungen auch für zukünftige Qualifizierungsmaßnahmen in anderen Berufen eingesetzt werden können. Die berufsspezifischen Module hingegen sind für jeden Beruf durch entsprechende Fach- und Sprachmodule zu ersetzen.

In der skizzierten Form ist der Ansatz zunächst für die Qualifizierung von Flüchtlingen konzipiert. Er eignet sich darüber hinaus jedoch auch für eine Anwendung bei Zuwanderern, die auf regulärem Wege etwa im Rahmen der Arbeitsmigration aus anderen EU-Staaten nach Deutschland kommen und dauerhaft in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft zu integrieren sind. Auch für diese Gruppe bestehen in der Regel sprachliche Hürden und oft auch ein fachlicher Qualifizierungsbedarf. Im Rahmen entsprechender Weiterentwicklungen kann dieser Ansatz damit eine erhebliche Breitenwirkung entfalten und einen signifikanten gesellschaftlichen Mehrwert schaffen.

Bei der Umsetzung ist eine intensive Kooperation aller beteiligten Instanzen erforderlich. Beteiligt an dem Vorhaben, das vom Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) begleitet wird, sind als Partner das Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V. (DST), die Universität Duisburg-Essen (Institut für Berufs- und Weiterbildung) und der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB).

Unterstützt wird die Arbeit durch die assoziierten Partner IMBSE (Institut für Modelle zur beruflichen und sozialen Entwicklung), EBW (Evangelisches Bildungswerk im Kirchenkreis Duisburg), ZfTI (Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung), BDS (Bundesverband der Selbstständigen, Abteilung Binnenschifffahrt), SBKR (Schiffer-Berufskolleg RHEIN) und duisport (Duisburger Hafen AG).

Die zuständige Arbeitsverwaltung – Jobcenter und Arbeitsagentur – erbringt vor allem in Bezug auf die Auswahl der künftigen Kursteilnehmer einen wesentlichen Beitrag zum Projekt. Die Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve und die Handwerksammer Düsseldorf werden dieses Modellvorhaben begleiten und insbesondere im Hinblick auf den Transfer der Projektergebnisse auf andere Branchen beratend mitwirken.

 

Die Projektlaufzeit ist von 1.3.2018 bis 31.8.2020.

 
 
Verbundpartner:
 
 
 
 
 

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Fax: 0203 - 99 36 9 - 70

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